Selbsthilfegruppe für Menschen
mit Psoriasis und deren Angehörige

Der Name der Autoimmunerkrankung

Psoriasis wird die systemische Autoimmunerkrankung genannt, die auch als Schuppenflechte bekannt ist und keineswegs nur die Haut betrifft. Durch die schuppigen Flechten, die am ganzen Körper auftreten können, wirkt diese Krankheit in höchstem Maß stigmatisierend. Es reicht ein angewiderter Blick, eine zurückgezogene Hand, um Betroffenen das Gefühl zu geben, von der Umwelt gemieden zu werden. Diese Reaktionen der Umwelt liegen vielleicht auch darin begründet, dass viele Menschen immer noch glauben, es handle sich um eine ansteckende Krankheit. Hier liegt eine unserer Aufgaben als Selbsthilfeorganisation der Psoriasis-PatientInnen in Österreich: Aufklärung über Schuppenflechte zu betreiben – sowohl bei den Betroffenen und deren Angehörigen, als auch bei der breiten Bevölkerung.

Psoriasis ist vererbbar, oft über Generationen, aber nicht ansteckend. Ihre Auswirkung geht weit über schuppende Hautstellen auf Körper und Kopfhaut hinaus. Ständige psychische Belastungen sind Teil des Lebens von Menschen mit Schuppenflechte. Viele haben das Gefühl, als nicht sauber gesehen zu werden und wegen der vielen Schuppen auf der Kleidung ausgegrenzt zu sein. Als Reaktion meidet eine große Zahl von Betroffenen soziale Aktivitäten. Die Folge ist häufig Vereinsamung. Besonders bei jungen Betroffenen spielt diese psychische Belastung eine besonders große Rolle. Saubere, glatte Haut ist ein Schönheitsideal in unserer Gesellschaft. Schuppende oder ständig wunde Haut wird von vielen als unschön empfunden und schreckt ab. Für viele junge Psoriatiker ist es daher schwierig einen Partner zu finden. Auch in der Schule oder später bei der Wahl eines Berufes sind junge Betroffene eingeschränkt. Arbeit, bei der die Haut mit reizenden Stoffen in Berührung kommt, sollte gemieden werden. Jobs, in denen man Kundenkontakt hat, sind für viele meist nicht vorstellbar, weil sie sich für ihr Äußeres schämen und Angst vor bloßstellenden Situationen haben. Sie sind oft unsicher und weniger selbstbewusst als ihre Altersgenossen. Sie ziehen sich immer mehr zurück und brechen dann oft soziale Kontakte völlig ab. Ob jung oder alt, die Psyche hat einen großen Anteil an der Erkrankung. Eine psychologische Unterstützung ist für Menschen mit Psoriasis daher besonders wichtig.

Friederike Schönauer
Obfrau Forum Psoriasis- Selbsthilfegruppe für PsoriatikerInnen und deren Angehörige.

Schönes, Besinnliches Weihnachtsfest und Prosit 2018

 

wünscht Euch

Riki Schönauer

 

nächstes Treffen 

Mittwoch 17.Jän.2018

im Restaurant Schabanack

Leopoldauerplatz 90

1210 Wien

U1 bis Kagranerplatz und Bus 31

oder

U6 bis Floridsdorf und Bus 29

Jeweils Haltestelle Eipeldauerstraße/Leopodauerplatz